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Im Wedding entsteht Deutschlands erster „SAFE-HUB“ – Bezirk Mitte und AMANDLA schließen vertragliche Vereinbarung

Der Bezirksstadtrat für Schule, Sport und Facility Management, Carsten Spallek, informiert:

Das Bezirksamt Mitte von Berlin und AMANDLA gGmbH i.G. haben einen Vertrag als Kooperation zur Implementierung eines in Europa bislang einzigartigen Projektes geschlossen. So soll im Wedding ein inklusives Safe-Hub Bildungszentrum entstehen. Zu diesem Zweck vermietet das Bezirksamt Mitte dem Nutzer eine Teilfläche von rund 4.100 m² des Grundstücks Antonstr. 37 / Ruheplatzstr. 4 in 13347 Berlin für die Dauer von 30 Jahren.

Die langfriste Nutzungsmöglichkeit des Grundstücks ist eine Voraussetzung für AMANDLA, auf eigene Kosten die Errichtung der Safe-Hub Infrastruktur zu realisieren. Auf neuartige Weise werden Sportflächen erbaut sowie ein Multifunktionsgebäude angebunden und dienen somit der Umsetzung innovativer Sport-Bildungsprogramme, die zeitgleich gleichzeitig auch dem Schul- und Jugendsport zur Verfügung gestellt werden. Begleitend werden umfangreiche soziale Projekte und Kooperationen mit Schulen, Organisationen und Initiativen erfolgen, die der Besonderheit des Projektes ihren Stempel verleihen. Auf neuartige Weisen sollen diese Angebote am Safe-Hub miteinander verknüpft werden, um junge Menschen ganzheitlich zu fördern.

„Ich freue mich sehr, dass AMANDLA den Wedding als Standort gewählt hat und wir nach langwierigen und komplexen Verhandlungen nunmehr einen Nutzungsvertrag unterschreiben konnten! Besonders freut mich die mit AMANDLA vertraglich fixierte Vereinbarung, dass Himmelbeet e.V. als bisheriger Nutzer noch bis zum 30.10.2019 das Grundstück nutzen kann und somit nicht nur diese Saison gesichert ist, sondern auch ausreichend Zeit für die Suche eines Alternativstandortes bleibt“, so der Bezirksstadtrat Carsten Spallek (CDU).

Der Safe-Hub dient als Plattform für ganzheitliche Förderung und Integration von Kindern und Jugendlichen. Neben dem vom Nutzer umgesetzten Safe-Hub Bildungsprogramm, das einen Schwerpunkt auf die Vermittlung von Sozialkompetenzen und arbeitsmarktrelevanten Fähigkeiten legt, werden externe Einrichtungen integriert, die die Safe-Hub Infrastruktur nutzen, um ergänzende Fußball-, Sport-, Freizeit-, Kultur-, Bildungs- und Beratungsangebote zu implementieren. Der Betrieb des Safe-Hub durch den Nutzer erfolgt gemeinnützig. Eine Gewinnerzielung des Nutzers erfolgt nicht.

„2015 entstand die Idee, gemeinsam im Wedding einen Safe-Hub entstehen zu lassen. Ziel dabei ist es, Lösungsansätze und Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen zu erarbeiten. Wir sind sehr dankbar, dass wir nun die rechtliche Grundlage für die erfolgreiche Projektumsetzung schaffen konnten und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. Wir wollen mit dem Safe-Hub einen Ort schaffen, der die verbindende Kraft des Fußballs mit ganzheitlicher Bildung verbindet, um Kindern und Jugendliche dabei zu unterstützen ihre Potenziale zu entfalten und ihr Leben positiv zu gestalten“, so Jakob Schlichtig, AMANDLA Geschäftsführer.

Die Safe-Hub Infrastruktur umfasst drei zusammenhängende Fußballplätze und ein Multi-Funktionsgebäude (Bildungszentrum), das Raum bietet für Funktionsräume, für den Sportbetrieb, Café, Veranstaltungsraum, Workshop-Räume, Büroflächen und einen Bewegungsraum. Die notwendigen Investitionskosten werden auf rund 4 Millionen Euro geschätzt.

Die Tätigkeit von AMANDLA am Safe-Hub weist eine besondere Vielfältigkeit in den Bereichen Schule, Sportförderung, Jugendförderung und soziale Förderung auf, denen mit diesem Vertrag Rechnung getragen wird. Der Safe-Hub ist ein sicherer Ort für Mädchen und Jungen jeglicher Herkunft, an dem sie gefördert werden und ihre Potenziale frei entfalten können.

Mit der Unterzeichnung des Nutzungsvertrages ist ein wesentlicher Meilenstein erreicht und es besteht nunmehr Planungssicherheit für die Projektumsetzung. Die weiteren Schritte sind, die Investitionskosten zu sichern und die für den Bauantrag notwendigen Planungsunterlagen zu erstellen. Der Baubeginn wird voraussichtlich Ende 2019/Anfang 2020 erfolgen.