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Was für eine Geburtstagsparty

Dr. Franziska Giffey (Foto: SPD Berlin/ Joachim Gern)

Bundesministerin Franziska Giffey gratuliert Kita des UnternehmensNetzwerk Motzener Straße

Der Termin entwickelte sich zu einer fröhlichen Angelegenheit. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die Kindertagesstätte in der Lichtenrader Blohmstraße als gelungenes Beispiel für unternehmerisches Engagement gewürdigt.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: Ich bin beeindruckt, was die Unternehmen im Netzwerk Motzener Straße zusammen mit dem Kitabetreiber auf die Beine gestellt haben. Auf Initiative des Netzwerks und seiner Unternehmen sind zusätzliche Kitaplätze entstanden, die nicht nur für Kinder von Firmenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern zur Verfügung stehen. Dieses Beispiel darf durchaus Nachahmer finden. Das UnternehmensNetzwerk hatte die Kindertagesstätte im Jahr 2008 als zusätzliches Angebot für die Kinder von Beschäftigten in den Netzwerkbetrieben mit Unterstützung durch das bezirkliche Jugendamt und die bezirkliche Wirtschaftsförderung gegründet. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler ist Unterstützerin der ersten Stunde, zunächst noch als Jugendstadträtin und dann in den folgenden Jahren in ihrer Funktion als Bezirksbürgermeisterin.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler: Ich bin davon überzeugt, dass dies ein wichtiger Baustein zum Thema Fachkräftesicherung ist, denn Flexibilität in der Kinderbetreuung ist essentiell. Am Standort war die Realisierung nicht ganz einfach, da es sich um ein Industriegebiet handelt, aber der Aufwand hat sich gelohnt. Seit 2013 ist mit dem NUSZ, dem Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der UFA- Fabrik e.V. ein kompetenter Träger an Bord, der neben der Kita in der Blohmstraße noch weitere Einrichtungen in verschiedenen Stadtteilen unterhält. Derzeit sind etwa 10 Prozent der 78 Kitaplätze durch Kinder aus den Unternehmen belegt. Für den Vorsitzenden des Unternehmensnetzwerkes, Ulrich Misgeld hat die Kita im Industriegebiet eine besondere Bedeutung als Werbefaktor.

Ulrich Misgeld: Die Unternehmen am Standort machen bei Bewerbungsgesprächen immer wieder sehr positive Erfahrungen, wenn sie bei entsprechendem Bedarf auf die Kita hinweisen können. Ein Beschäftigungsverhältnis scheitert also mit Sicherheit nicht an Schwierigkeiten bei der Kindesunterbringung. Zufrieden äußert sich auch Kita-Leiterin Elke Kirschenhofer: „Die besondere Lage der Kita zwischen Wiesen und Wirtschaft verschafft uns auf kurzen Wegen viele unterschiedliche Möglichkeiten, täglich ein abwechslungsreiches Programm für unsere Kitakinder zu gestalten. Schnell sind wird im Naturpark Marienfelde, oder wir können im Industriegebiet Firmen besichtigen.“

Für Renate Wilkening, die Geschäftsführerin des NUSZ, ist die hier gelebte Kooperation mit den Unternehmen „eine wertvolle Erfahrung und ein besonderes Aushängeschild für die Kita.“

Ministerin Giffey nahm sich ausführlich Zeit für die Besichtigung und kam dabei mit den Kindern, aber auch mit den Verantwortlichen ins Gespräch. Die Initiatoren vom UnternehmensNetzwerk kamen nicht mit leeren Händen zum Jubiläum. Zum zehnten Geburtstag spendete das Unternehmensnetzwerk Turnringe für den Sportraum der Kita.