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Migrantas. Ich-Erzählungen – ein Archivlabor der Migration

Am Sonntag, dem 2. Dezember 2018, um 12 Uhr findet die Eröffnung der Ausstellung und Vorstellung der Publikation „Migrantas. Ich-Erzählungen – Ein Archivlabor der Migration“ in der Kommunalen Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin statt.

Begrüßung:
Elke von der Lieth, Kommunale Galerie Berlin
Dr. Dorothee Kolland, Interkulturberatung

Einführung:
Irma Leinauer | Kollektiv Migrantas

Die partizipative Ausstellung “Ich-Erzählungen – Ein Archivlabor der Migration” fokussiert die urbanen Aktionen des Kollektivs Migrantas im Stadtraum Berlin. Seit über dreizehn Jahren machen die Mitglieder des Kollektivs die Stimmen derjenigen, die ihr eigenes Land verlassen haben und nun in einem neuen Land leben, mittels universell lesbarer Piktogramme im Stadtraum sichtbar. In einem einzigartigen Entstehungsprozess werden die Gefühle, Erfahrungen und Biografien von Einwanderinnen in eine visuelle Sprache der Migration übersetzt. Erstmals wird nun das Migrantas-Archiv mit seinen umfassenden Ergebnissen zum Thema Migrationund Zusammenleben geöffnet: es enthält hunderte von Zeichnungen, begleitende Originaltöne, transkribierte Zitate, Fotodokumentationen und vor allem eine große Serie von Piktogrammen. Sie sind in Workshops und Projekten von 2005 bis heute entstanden – in Zusammenarbeit mit Berliner Migrantenorganisationen, Vereinen und Einrichtungen. Migrantinnen werden als wichtige Mitgestalterinnen des Berliner Stadtlebens anerkannt.

Sie äußern sich zu den Fragen:
• Wie sehen sich Einwanderinnen, die ein wesentlicher Teil der
• Geschichte und des Alltagslebens von Berlin, der Gesellschaft sind?
• Wie fühlen sie sich wahrgenommen?
• Welche Gefühle und Erfahrungen verbinden sie damit?

In der Ausstellung der Kommunalen Galerie Berlin werden persönliche Geschichten von eingesessenen und neuen Berlinerinnen der ersten, zweiten und dritten Generation in ihrer Vielfalt gezeigt. Die Entwicklung des Themas Migration in Berlin wird sichtbar.
Im Rahmen der Ausstellung veröffentlicht Migrantas die erste retrospektive Publikation mit zahlreichen Abbildungen und Piktogrammen aus den Berliner Projekten (110 Seiten, farbig, Auflage 900 Exemplare).
Während der Ausstellung gibt es verschiedene Aktionen, an denen sich die
Besucher*innen beteiligen können, z.B. Gestaltung von Taschen,
Postkarten zum Mitnehmen oder die eigene Stimme zu äußern.

Das Kollektiv Migrantas bedient sich in seinen vielfachen Projekten zu den Themen Migration, Identität, Zusammenleben und interkulturellen Dialog der Werkzeuge der Kunst, des Designs und der Sozialwissenschaften. Die Mitglieder des Kollektivs, überwiegend selbst nach Deutschland eingewandert, konzipieren ihre Arbeit mit anderen Migrantinnen in Workshops, verdichten Zeichnungen zu Piktogrammen und
verbreiten sie im Stadtraum.

Rahmenprogramm:
• Führung durch die Ausstellung mit Diskussion, Dienstag, dem 18.12.2018, um 11.00 Uhr,
• Finissage, Sonntag, dem 20.01.2019, um 12.00 Uhr.

Die Ausstellung wird vom 2. Dezember 2018 bis 20. Januar 2019 gezeigt, dienstags bis freitags von 10.00 bis 17.00 Uhr, mittwochs von 10.00 bis 19.00 Uhr und sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr.

Vom 22.12.2018 bis 1.1.2019 ist die Galerie geschlossen.

Eintritt frei.