Start Neukölln Haftbefehl wegen versuchten Mordes vollstreckt

Haftbefehl wegen versuchten Mordes vollstreckt

Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin

Beamte der Polizei Berlin haben mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften des Landeskriminalamtes gestern Abend im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes vollstreckt. Gegen 20 Uhr wurde der 42-Jährige in Neukölln verhaftet. Zugleich wurden auch seine Wohnanschrift sowie zwei Gaststätten durchsucht. Der Beschuldigte wird dringend verdächtigt, am 3. September 2018 kurz nach Mitternacht während einer Verfolgungsfahrt auf der Gradestraße nach einer vorangegangenen Auseinandersetzung im kriminellen Milieu aus einem fahrenden Pkw heraus auf ein Fahrzeug geschossen zu haben. Es sollen hierbei mehrere Schüsse aus einer halbautomatischen Pistole abgegeben worden sein, um den Fahrer, den der Verhaftete irrtümlich für einen Beteiligten an einem kurz zuvor erfolgten Schusswaffenüberfall auf eine Gaststätte hielt, aus Rache zu töten. Bei den Durchsuchungen wurden Beweismittel aufgefunden und beschlagnahmt. Der Haftbefehl soll dem Beschuldigten heute von einem Ermittlungsrichter verkündet werden.

Erstmeldung vom 3. September 2018: Zwei Verletzte nach Schussabgaben
Schwer verletzt wurden in der vergangenen Nacht zwei Männer in Britz. Ersten Erkenntnissen zufolge gaben Unbekannte kurz nach Mitternacht aus einem Fahrzeug heraus mehrere Schüsse auf eine Bar im Britzer Damm ab und verletzten die zwei Männer im Alter von 32 und 42 Jahren. Beide werden in einem Krankenhaus stationär behandelt. Dem Vernehmen nach soll derzeit keine Lebensgefahr bestehen. Das Fahrzeug, aus dem die Schüsse abgefeuert wurden, flüchtete anschließend in Richtung Gradestraße, verfolgt von einem Zeugen, der dem Täterfahrzeug hinterher fuhr. Hierbei feuerten die unbekannten Täter mehrere Schüsse auf das Fahrzeug des Zeugen ab, so dass dieser die Verfolgung abbrach. Der Zeuge blieb unverletzt. Die Ermittlungen wegen versuchten Mordes übernahm die 5. Mordkommission. Die Hintergründe sind derzeit noch unklar.