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Berlin gründet Landesamt für Einwanderung

Berlin gründet im Vorgriff auf das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz des Bundes als erstes deutsches Bundesland eine eigenständige Einwanderungsbehörde. Die Berliner Ausländerbehörde wird zukünftig als Landesamt für Einwanderung agieren. Bisher ist sie eine Abteilung des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten. Dafür notwendige Strukturveränderungen werden nun angeschoben.

Innensenator Andreas Geisel sagte dazu: „Durch die Gründung eines selbständigen Landesamtes für Einwanderung soll die Ausländerbehörde zu einer echten Willkommensbehörde fortentwickelt werden. Berlin braucht Fachkräfteeinwanderung vor allem aus wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Gründen. Die Absicherung der enorm wachsenden Bedarfe bei der Pflege im Alter oder im Bereich von Handwerkerdienstleistungen ist ohne Zuwanderung in den Arbeitsmarkt gar nicht mehr darstellbar. Der Senat setzt hier bundes- und landespolitisch ein starkes Signal: Gerade in Zeiten, in denen die Einwanderungspolitik kontrovers diskutiert wird und die zukünftigen Herausforderungen, zum Beispiel die Folgen des Brexit, bewältigt werden müssen.“

Berlin wächst auch und vor allem durch den Zuzug aus dem Ausland. Dieser ist geprägt von Fachkräften, Studierenden und nachziehenden Familienangehörigen. Der Berliner Ausländerbehörde kommt damit eine Schlüsselstellung für die Steuerung und Gestaltung der Einwanderung und Integration zu.

Mit ca. 400.000 vorsprechenden Kunden pro Jahr ist die Berliner Ausländerbehörde schon jetzt die mit Abstand größte Ausländerbehörde Deutschlands. Rund 12 % aller bundesweit erteilten Aufenthaltstitel werden hier verantwortet.

Die Ausländerbehörde Berlin hat sich in den letzten Jahren zu einer der innovativsten Ausländerbehörden bundesweit entwickelt. Die beachtlichen Fortschritte der Ausländerbehörde auf dem Weg zu einer modernen und kundenorientierten Verwaltung werden durch die Gründung eines Landesamtes weiter vorangetrieben. Zunehmend erfolgreich läuft schon jetzt die Arbeit beim Business Immigration Service (BIS), einer Außenstelle der Ausländerbehörde, die mit der IHK und Berlin Partner zusammenarbeitet. Dort werden schon jetzt für 1000 registrierte Unternehmen schnelle und unbürokratische Lösungen für die Fachkräfteeinwanderung angeboten.