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Müller zum 18. März

Michael Müller (Bild: Sandro Halank/ Wikimedia Commons)

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, nimmt am 18. März 2019 gemeinsam mit Akademie-Präsidentin Jeanine Meerapfel die Verleihung der Kunstpreise 1848/1948 der Akademie der Künste vor und spricht ein Grußwort (Wort-Bild-Termin, 19.00 Uhr, Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin; erforderlich für die Berichterstattung ist Anmeldung unter presse@adk.de: oder Tel. 030/200571514). Mit der am 18. März 1948 zum 100. Jubiläum der Märzrevolution von 1848 von der Stadt Berlin gestifteten Auszeichnung, die in mehreren Sektionen verliehen wird, soll an die Gefallenen der Revolution erinnert werden.

Zum Gedenken an die Märzrevolution sowie an die demokratische Wahl zur DDR-Volkskammer von 1990 erklärt der Regierende Bürgermeister: „Der nach dem 18. März benannte Platz am Brandenburger Tor liegt aus gutem Grund so zentral im Herzen Berlins. Es ist ein doppelt demokratischer Grund: Der 18. März 1848 markiert den Höhepunkt der freiheitlichen, gegen das Königtum gerichteten Revolution, und der 18. März 1990 steht für den Durchbruch freiheitlicher Demokratie mit der ersten und einzigen freien, gleichen und geheimen Wahl zur Volkskammer der DDR. Die 48er-Revolution führte zur ersten Deutschen Nationalversammlung, die letzten Endes gescheitert ist; das antidemokratische monarchische Prinzip setzte sich noch einmal durch. So blieb es in Deutschland, Preußen und damit auch in Berlin bis zur Novemberrevolution von 1918. Der Nimbus der Revolution von 1848 ist allerdings als wichtiger Impuls für die demokratische Bewegung immer wirksam geblieben. Dieses Beispiel zeigt besonders anschaulich, wie eng das Bewahren von Erinnerung für eine Gesellschaft mit dem Gewinnen einer besseren Zukunft verbunden sein kann.“

Der Regierende weiter: „Das voriges Jahr begonnene und in unserer Stadt auch 2019 weitergehende Erinnern an die Novemberrevolution und die vielen aus ihr erwachsenden Geschehnisse des Jahres 1919 macht uns bewusst, wie sehr diese Zeit grundlegend gewesen ist für unsere heutige Demokratie, auch wenn die Weimarer Republik 1933 untergegangen ist und die nationalsozialistische Diktatur zum Holocaust, in den Zweiten Weltkrieg und letztlich zu Zusammenbruch und Teilung Deutschlands und Berlins geführt hat.“

Müller: „Vor diesem Hintergrund erst wird dann auch die wichtige Bedeutung der freien Wahlen in der DDR von 1990 deutlich: Sie markieren vor allem anderen den Weg zur Schaffung einer freiheitlichen parlamentarischen und sozialen Demokratie für alle Deutschen. Auf ganz andere Weise, als es sich die 48er vorgestellt haben, bedeutet deshalb der doppelte Gedenktag des 18. März gerade für uns Berlinerinnen und Berliner, aber auch für unser Land insgesamt, vor allem dies eine: das Gelingen einer deutschen freiheitlichen Demokratie in Einheit und in sozialer Verantwortung.“