Start Wirtschaft Jan Eder (IHK) zu „Gesundheitsstadt Berlin 2030“

Jan Eder (IHK) zu „Gesundheitsstadt Berlin 2030“

Jan Eder, Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin (Foto: Rainer Kurzeder)

„Die Kommission hat ein sehr vielversprechendes Konzept für die strategische Entwicklung der Berliner Gesundheitswirtschaft vorgelegt. Die institutionelle Verzahnung von universitärer Forschung und Spitzenmedizin der Charité mit der breiten Gesundheitsversorgung des Vivantes Netzwerks für Gesundheit schafft Synergien und kann Berlin eine internationale Spitzenreiterrolle im Gesundheitswesen ermöglichen. Ein gemeinsamer Ausbildungscampus beider Einrichtungen stärkt den Fachkräftestandort Berlin. Die Digitalisierung wird zurecht als Dreh- und Angelpunkt für eine internationale Vorreiterrolle der Hauptstadt identifiziert. Die Errichtung einer Dachgesellschaft und die strategische Steuerung durch einen Kooperationsbeauftragten greifen einen zentralen Vorschlag der IHK Berlin auf. Sie rücken die Einführung einer gemeinsamen IT-Infrastruktur und die bessere Nutzbarmachung von Forschungsergebnissen in den Fokus. Das Gesundheitswesen ist mit 370.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 25 Milliarden Euro die größte Branche und ein zentraler Wirtschaftsfaktor Berlins. Die Entwicklung von Biomedical Hotspots in Kooperation mit der Gesundheitswirtschaft birgt das Potenzial, Innovationstreiber zu werden, damit die Berliner Gesundheitswirtschaft langfristig spitze bleibt. Papier ist geduldig, daher kommt es nun darauf an, die Empfehlungen des Expertengremiums umgehend in die Praxis umzusetzen.“