Start Kultur Stolperstein in Neuköllner Weserstraße erinnert an Isak Holzer

Stolperstein in Neuköllner Weserstraße erinnert an Isak Holzer

Symbolfoto

Am Freitag, den 10. Mai 2019, wird um 11 Uhr ein Stolperstein in der Weserstraße 53 durch den Künstler Gunter Demnig ins Straßenpflaster von Neukölln eingelassen.

Mit dem Stein wird an das Schicksal von Isak Holzer erinnert: Er kam 1885 in Tarnów, im heutigen Polen, zur Welt. 1905 ging er nach Berlin, wo er in einem Kaufhaus arbeitete. Im November 1938 wurde er vermutlich im Rahmen der „Polenaktion“ von den Nazis nach Polen gebracht. Seine Bemühungen, ein Visum für die Einreise nach Palästina zu erhalten, waren gescheitert. Isak Holzer kehrte zurück nach Tarnów, wo er bei seiner Schwester lebte. Im Dezember 1941 verlor sich seine Spur. Offenbar wurde er im Zuge einer von den Nazis durchgeführten Operation ermordet.

Die Verlegung wird von einer kleinen Gedenkfeier der Angehörigen begleitet.

Stolpersteine erinnern am letzten frei gewählten Wohnort an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Stolpersteine kann jeder stiften. 120 Euro ermöglichen die Herstellung und Verlegung eines Stolpersteines. Für den Bezirk Neukölln koordiniert das Museum Neukölln die Stolpersteinverlegungen. Kontakt: stolpersteine@museum-neukoelln.de, Tel. 627 277 -720/-723.
Weitere Informationen unter www.stolpersteine-berlin.de