Start Politik Müller zum Weltflüchtlingstag: „Solidarität ist unabdingbar, auch wenn sie anstrengend erscheint“

Müller zum Weltflüchtlingstag: „Solidarität ist unabdingbar, auch wenn sie anstrengend erscheint“

Michael Müller (Bild: Sandro Halank/ Wikimedia Commons)

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, erklärt zum Weltflüchtlingstag (20. Juni 2019):

„Immer mehr Menschen sind auf der Flucht. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen UNHCR sind es weltweit rund 70,8 Millionen. Gleichzeitig ist die humanitäre Hilfe für Menschen auf der Flucht immer mehr bedroht. Dies dürfen wir nicht weiter tatenlos hinnehmen. Wenn wir wirklich darüber diskutieren müssen, ob wir Menschen vor dem Ertrinken retten oder nicht, dann diskutieren wir über unsere Menschlichkeit und stellen diese infrage.“

Müller weiter: „Wir haben darüber hinaus eine humanitäre und auch eine historische Pflicht, Geflüchteten zu helfen. Europa ist zusammengewachsen, weil seine Menschen erkannt haben, wie groß die Gefahr und das Leid von Kriegen und Flucht sind und wie wichtig es ist, sich dieser vereint entgegenzustellen. Wir dürfen unsere gemeinsamen Werte nicht aus dem Blick verlieren und dieser Gefahr wieder Raum geben.“

Der Regierende Bürgermeister: „Deshalb haben wir uns mit weiteren Städten im Bündnis ‚Sichere Häfen‘ zusammengeschlossen, und wollen Menschen aufnehmen, die aus dem Mittelmeer gerettet worden sind. Wir in Berlin haben gezeigt, dass wir helfen können, auch wenn große Anstrengungen dafür nötig sind. Als 2015 und danach viele Menschen in Berlin angekommen sind, ist uns nicht gleich alles gelungen. Berlin war sehr stark auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Aber am Ende haben wir die Situation gut bewältigt. Heute haben wir Willkommensklassen, Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie gute Unterbringungsmöglichkeiten und Wohnungen für geflüchtete Menschen. Vielerorts ist ein bereicherndes nachbarschaftliches Zusammenleben entstanden. Das gibt uns Mut. Wir haben gesehen, was wir gemeinsam leisten können: Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Wir haben erlebt, wie wir es in einer herausfordernden Situation gemeistert haben, weiterhin gut und friedlich in dieser Stadt zusammenzuleben. Wir schaffen dies auch als Land und als Europäische Union, auch wenn es anstrengend ist.“

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite https://seebruecke.org