Start Politik 75 Jahre nach dem Hitler-Attentat

75 Jahre nach dem Hitler-Attentat

Monika Grütters (Foto: Christof Rieken/wikipedia.org)

Grütters: „Die Mutigen im Widerstand gegen das NS-Unrecht ehren“

Am morgigen 75. Jahrestag des 20. Juli 1944 wird die Bundesregierung aller Ermordeten des Widerstands gegen 
die nationalsozialistische Gewaltherrschaft gedenken. Am 20. Juli 1944 hatte Oberst Claus Schenk Graf von 
Stauffenberg ein Attentat auf Adolf Hitler verübt, um die nationalsozialistische Gewaltherrschaft zu beenden. 
Nach dem Scheitern des Umsturzversuchs wurden Stauffenberg und andere Widerstandskämpfer noch in derselben 
Nacht im Hof des Bendlerblocks hingerichtet.

„Die tiefe Überzeugung, das Richtige zu tun, einte diejenigen, die aktiv Widerstand gegen das 
nationalsozialistische Regime leisteten. Aus der Geisteshaltung, kompromisslos für die Menschlichkeit 
einzustehen und konsequent danach zu handeln, können wir auch für die Gegenwart und für die Zukunft viel 
lernen“, sagt Kulturstaatsministerin Monika Grütters. „Dies macht die Ausstellungen der Stiftung Gedenkstätte 
Deutscher Widerstand so wertvoll. Sie stehen dafür, diese Persönlichkeiten zu würdigen und ihre Geschichten 
zu erzählen. Menschen mit ihren Lebensgeschichten und Überzeugungen werden in den Mittelpunkt gestellt; die 
Größen des militärischen Widerstandes ebenso wie die stillen Helden. In den Ausstellungen geht es um die 
Menschenwürde und darum, den Mutigen im Widerstand ein ehrendes Andenken zu bewahren.“

Das Gedenken gelte aber auch den Familienangehörigen der Widerstandskämpfer – ihren Frauen und Kindern, so 
Grütters. Durch die vollstreckten Todesurteile hätten sie nicht nur einen Angehörigen verloren, sondern 
hatten durch Sippenhaft, Enteignung und gesellschaftliche Ächtung lange an den Folgen zu leiden.

Am 75. Jahrestag wird die Bundesregierung am 20. Juli 2019 gemeinsam mit der Stiftung 20. Juli 1944 in einer 
Feierstunde im Ehrenhof des Bendlerblocks in Berlin der Ermordeten des Widerstands gedenken. Bundeskanzlerin 
Angela Merkel wird die Ansprache halten. Auch Kulturstaatsministerin Grütters wird an der Gedenkveranstaltung 
teilnehmen.

Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand, die ihren Sitz am historischen Ort des Umsturzversuches vom 20. Juli 
1944 im ehemaligen Oberkommando des Heeres hat, wird gemeinsam aus dem Etat der Kulturstaatsministerin und 
vom Land Berlin gefördert. Sie ist ein Ort der Erinnerung, der politischen Bildung, der Dokumentation und der 
Forschung und informiert über die vielfältigen Formen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus.

Die von der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand getragene Gedenkstätte Stille Helden, die 2018 in den 
Bendlerblock umgezogen ist, wird derzeit um die europäische Dimension erweitert. Die neue Ausstellung soll im 
Herbst 2020 während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft eröffnet werden. Für dieses Projekt werden aus dem 
Haushalt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien 3,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.