Start Politik Senatorin Breitenbach: Ausbildung ist ein wichtiges Standbein zur Fachkräftesicherung

Senatorin Breitenbach: Ausbildung ist ein wichtiges Standbein zur Fachkräftesicherung

Elke Breitenbach (Die Linke), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales in Berlin. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für Juli zeigen einen etwas stärker ausfallenden saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Betriebe und Unternehmen suchen aber nach wie vor qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Angebot an Stellen in allen Branchen ist groß, auch auf dem Ausbildungsmarkt.

Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach erklärt dazu: „Mit dem Ende der Ferien rückt auch das neue Ausbildungsjahr näher. Leider zeichnet sich auch in diesem Jahr wieder eine erhebliche Ausbildungsplatzlücke ab: 19.600 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildung stehen aktuell nur 16.200 gemeldeten Berufsausbildungsstellen gegenüber. Das sind alarmierende Nachrichten, denn Berliner Betriebe und Unternehmen brauchen dringend Fachkräfte und da ist die Ausbildung ohne Zweifel ein wichtiges Standbein. Insbesondere kleine und mittlere Betriebe sind gefordert mehr auszubilden. Dafür erhalten sie über verschiedenste Landesprogramme umfassende Unterstützung. Ausbildung ist eine durch nichts zu ersetzende Investition in die Zukunft Die Betriebe sollten auch jungen Menschen, die keinen so guten Schulabschluss haben, eine Chance auf eine Ausbildung geben. In der Praxis erweisen gerade sie sich oft als talentierte Nachwuchskräfte. Und falls erforderlich: Auch während der Ausbildung gibt es bei Bedarf begleitende Unterstützungsangebote.

In den Sommermonaten tut sich erfahrungsgemäß auch noch viel auf dem Ausbildungsmarkt: Im Juli waren noch 7.600 Bewerberinnen und Bewerber unversorgt und 6.900 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt. Daher möchte ich alle – Betriebe und junge Menschen – motivieren, sich jetzt noch für ein Ausbildungsverhältnis zu entscheiden.

Hilfreiche Ansprechpartner für junge Menschen mit einem Ausbildungswunsch sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendberufsagentur. Sie stehen allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum 25. Lebensjahr zur Seite, die beim Übergang von der Schule in den Beruf Unterstützung brauchen und zwar mit einem Standort in jedem Berliner Bezirk. Da hier alle wichtigen Partner unter einem Dach zusammenarbeiten, gibt es auch Hilfe bei Problemen in Schule, Ausbildung und im privaten Umfeld. Gerade auch die jungen Leute, die nach der Schule keine Angebote zur Berufsvorbereitung wahrnehmen, müssen wir erreichen. Oft kennen sie die umfangreichen Angebote der Jugendberufsagentur noch nicht. Das müssen wir ändern.“

Die Jugendberufsagentur Berlin berät und unterstützt junge Menschen an zwölf Standorten dabei, die passende Ausbildung oder das geeignete Studium zu finden. Mehr Informationen: www.jba-berlin.de/home/und zu Standorten in den Bezirken: www.jba-berlin.de/die-jba-berlin/#c2103

Im Juli 2019 waren in Berlin insgesamt 156.498 Arbeitslose gemeldet. Das waren 3.883 mehr als im Vormonat und 521 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,0 Prozent.

Hinzu kommen noch all diejenigen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind.