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Gaebler eröffnet Projektvorstellung zur Rekonstruktion von zerstörten Dokumenten der jüdischen Geschichte und Kultur in Argentinien

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Chef der Senatskanzlei, Christian Gaebler, wird heute um 15.30 Uhr in Vertretung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, im Wappensaal des Roten Rathauses eine Konferenz zur Rekonstruktion von zerstörten Dokumenten der jüdischen Geschichte und Kultur in Argentinien eröffnen (Wort-Bild-Termin). Die Veranstaltung findet im Rahmen des fünfundzwanzigsten Jubiläums der Städtepartnerschaft von Berlin und Buenos Aires statt.

Müller: „Es ist uns eine große Ehre, dass wir Gäste aus Argentinien heute bei uns im Rathaus begrüßen dürfen. Als ich im April dieses Jahres in Buenos Aires das Instituto Judio des Investigaciones besuchte, war ich tief bewegt von den materiellen Folgen des Anschlags auf die Zentrale der jüdischen Gemeinde Argentiniens 1994. Gleichzeitig war ich beindruckt vom Engagement der vielen jungen Menschen, die geholfen haben, das zerstörte Material zu sichern und zu säubern. Die Dokumente sind von unschätzbarem Wert für die Weltgemeinschaft und es ist eine Freude, dass neben dem Bund auch das Land Berlin einen Teil dazu beitragen kann, die Dokumente wieder zugänglich zu machen. Es macht uns darüber stolz, dass die Fraunhofer IPK gemeinsam mit ihrer Ausgründung, dem Berliner Start-up-Unternehmen „Musterfabrik“, die Technologie entwickelt hat, die es erst ermöglicht, die Millionen von Puzzleteile wieder zusammenzuführen. Das zeigt, wie sich in Berlin Wissenschaft und Wirtschaft gegenseitig befruchten.“

Mithilfe eines ePuzzlers sollen die Bestände automatisiert rekonstruiert werden. Kern der Software sind modernste Bildverarbeitungs- und Mustererkennungsalgorithmen, auf deren Basis gescannte Papierfragmente ohne Vorlage zu vollständigen Seiten zusammengefügt werden können. Nähere Informationen hierzu unter https://www.ipk.fraunhofer.de/presse-und-medien/aktuelles/.