Start Lichtenberg Das Hochkantdorf: Mit Engagement gegen Einsamkeit

Das Hochkantdorf: Mit Engagement gegen Einsamkeit

Das Bezirksamt Lichtenberg informiert:

Einsamkeit macht krank, das ist schon lange bekannt. Sie führt unter anderem dazu, dass Menschen sich weniger bewegen, dass sie sich schlechter ernähren und dass sie auch psychisch belastet werden. Einsamkeit hat keine Lobby, denn sie versteckt sich stumm hinter Türen. Manchmal braucht der Mensch, der dort wohnt, eine Hand die ihm entgegengestreckt wird. Nur so kann er erfahren, was alles noch möglich ist und wieviel Unterstützung und Aufmerksamkeit ganz in der Nähe zu finden sind. Dieses Wissen zu vermitteln ist erklärtes Ziel des Modellprojekts „Das Hochkantdorf lebendig machen“ des Gesundheitsbeirats Lichtenberg, der 2017 neu gegründet wurde. Das Projekt soll der Vereinsamung älterer Menschen entgegenwirken und mit ihnen das Leben im Hochhaus zu einem Leben in einer Gemeinschaft, im Hochkantdorf, verwandeln.

Das Modellprojekt startet im Lichtenberger Stadtteil Fennpfuhl mit einer Schulung. Dafür werden Personen gesucht, die sich ehrenamtlich in ihrer Nachbarschaft engagieren wollen. Gesucht werden Nachbarinnen und Nachbarn, die als Hausgemeinschaftspate oder -patin ihre Nachbarschaft beleben wollen. Die Termine der 3-tägigen Schulung sind Mittwoch, 25. September, Donnerstag, 26. September und Freitag, 22. November 2019 jeweils von 9 bis 13 Uhr. Der Veranstaltungsort ist das Haus der Generationen in der Paul-Junius-Str. 64 A. In der 3-tägigen Schulung lernen die angehenden Hausgemeinschaftspatinnen und -paten zunächst, wie man mit Nachbarinnen und Nachbarn überhaupt in Kontakt kommt. Anschließend wird es Informationen zur Zielgruppe der älteren Menschen geben. Außerdem werden Angebots- und Hilfestrukturen im Stadtteil Fennpfuhl vorgestellt. In einem weiteren Termin geht es um den professionellen Umgang mit Nähe und Distanz, der im Ehrenamt genauso wichtig ist, wie die Motivation Dinge in Bewegung zu bringen.

Die Bezirksstadträtin für Gesundheit Katrin Framke (parteilos, für die LINKE) freut sich über den Start des Projektes, dessen Entwicklung sie als Vorsitzende des Lichtenberger Gesundheitsbeirates begleitet hat: „Ich freue mich, dass die Gruppe der älteren Menschen, die von Einsamkeit bedroht sind, noch größere Beachtung findet und mit diesem Vorhaben erreicht wird.“

Die bevorstehende Schulung wird durch das VORSTIEG-Institut, die Dt. Hochschule für Gesundheit & Sport, die Stadtteilkoordination Fennpfuhl (RBO – Inmitten gGmbH) sowie die Lichtenberger Betreuungsdienste gGmbH durchgeführt. Das Modellprojekt wird durch das Bezirksamt Lichtenberg gefördert. Die Projektleiterin Beatrice Ewald freut sich über Anmeldungen von Personen, die in Fennpfuhl wohnen und sich für ihre Nachbarschaft engagieren wollen unter ewald@lbd.berlin oder unter der Telefonnummer 030 9860 1999 55.

An der Schulung können auch Interessierte aus anderen Stadtteilen Lichtenbergs teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen:
Projektleiterin
Beatrice Ewald
Telefon: (030) 9860199955
E-Mail: ewald@lbd.berlin