Start Panorama Polizeieinsatz am Breitscheidplatz

Polizeieinsatz am Breitscheidplatz

Im Rahmen eines Polizeieinsatzes kam es gestern Abend zu einer vorübergehenden Sperrung und Räumung des Breitscheidplatzes in Charlottenburg. Uniformierte Polizeikräfte bemerkten gegen 18.45 Uhr zwei Männer, die sich sehr zügig von dem derzeit am Breitscheidplatz stattfindenden Weihnachtsmarkt entfernten und hierbei andere Besucherinnen und Besucher des Marktes anrempelten sowie beiseitedrängten. Die Polizeikräfte entschieden sich dazu, die beiden Personen in der Tauentzienstraße zu überprüfen. Im Rahmen der Kontrolle ergaben sich mehrere Erkenntnisse. Unter anderem wurden bei einer Person zwischen Pass und Aufenthaltstitel Differenzen festgestellt, woraus sich Widersprüche zu der tatsächlichen Identität ergaben. Im Rahmen der Überprüfung ergaben sich anfänglich Hinweise auf eine internationale Fahndung in islamistischem Kontext. Darüber hinaus haben beide Männer salafistischen Bezug.

Die Feststellungen der Einsatzkräfte, die zur Überprüfung führten, die Erkenntnisse, die im Zuge der Kontrolle gewonnen wurden, sowie die internationale Fahndung und die darin enthaltenen Hinweise ließen keine Alternative, als vorsorglich unverzüglich zu handeln. Aus Sicherheitsgründen und um eine in diesem Moment nicht auszuschließende Gefährdung der Menschen am Breitscheidplatz zu verhindern, wurden umgehend Absperrmaßnahmen eingeleitet, der Weihnachtsmarkt geschlossen und eine in der Gedächtniskirche laufende Veranstaltung unterbrochen. Polizistinnen und Polizisten sprachen Personen auf dem Breitscheidplatz an und wiesen diese an, den Platz zu verlassen. Im Anschluss begannen umfangreiche Suchmaßnahmen unter Einsatz von Sprengstoffspührhunden. Um 22.20 Uhr wurde die Suche beendet, ohne dass etwas Gefährliches gefunden wurde. Die beiden 21 und 24 Jahre alten Männer wurden nach abschließender Überprüfung ihrer Identität wieder aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen. Bei dem Einsatz waren rund 250 Polizistinnen und Polizisten eingesetzt.