Start Politik IHK zu Arbeitsmarktzahlen: Konjunkturpolitische Maßnahmen und Exitstrategie notwendiger denn je

IHK zu Arbeitsmarktzahlen: Konjunkturpolitische Maßnahmen und Exitstrategie notwendiger denn je

Dr. Beatrice Kramm, Präsidentin der IHK Berlin (Foto: Oliver Lang)

Angesichts der erheblichen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Berliner Arbeitsmarkt drängt die IHK Berlin auf die Erarbeitung einer Exitstrategie und flankierende konjunkturpolitische Maßnahmen. Auch Zuschüsse für den Mittelstand seien nun wichtiger denn je, so die IHK.

Die Folgen des Coronavirus wirken sich erheblich auf den Berliner Arbeitsmarkt aus: Die Nachfrage nach Arbeitskräften geht deutlich zurück, die Anzahl der Arbeitnehmer in Kurzarbeit erreicht mit 250.000 negative Rekordwerte,  auch die Zahl der Menschen ohne Arbeit ist nach der positiven Entwicklung der letzten Jahre um mehr als 33.000 gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

„Der Blick auf die Zahl der Menschen in Kurzarbeit lässt erahnen, um wie viel dramatischer die ohnehin schon dramatische Lage wäre, gäbe es nicht das wichtige Instrument der Kurzarbeit“, so IHK Präsidentin Beatrice Kramm. „Das darf aber nicht über den Ernst der Situation hinwegtäuschen. Berlin ist aufgrund seiner Wirtschaftsstruktur besonders betroffen: Der traditionell starke Dienstleistungssektor liegt am Boden. Umso wichtiger sind jetzt eine Corona-Exitstrategie für die gesamte Berliner Wirtschaft sowie flankierende konjunkturpolitische Maßnahmen bisher nicht gekannten Ausmaßes“, so Kramm. „Es muss alles getan werden, was hilft, den Berliner Arbeits- und Ausbildungsmarkt zügig wieder anzukurbeln.“