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Stiftungsrat der SPK unterstützt Reformprozess

Monika Grütters (Foto: Christof Rieken/wikipedia.org)

Kulturstaatsministerin Grütters: „Gemeinsam wollen wir die Stiftung modern und zukunftsfähig aufstellen“

Der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat sich auf seiner gestrigen Sondersitzung intensiv mit den Strukturempfehlungen des Wissenschaftsrates befasst. Gast war dabei die Vorsitzende der verantwortlichen Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrates, Prof. Dr. Marina Münkler. Ebenso waren die Vorsitzende des Gesamtbeirates der Stiftung, Ute Schwens, die Leiterinnen und Leiter der fünf SPK-Einrichtungen sowie Vertreter der Museumsdirektorinnen und -direktoren zu der Sondersitzung eingeladen.
 
Der Stiftungsrat teilt die Einschätzungen des Wissenschaftsrates zur aktuellen Situation der Stiftung und bestätigt den dringenden Reform- und Handlungsbedarf. Er beschloss die Einsetzung einer Reformkommission unter Vorsitz der BKM, in der Bund, Länder, Präsident, Vizepräsident und die Vertretung einer SPK-Einrichtung mitwirken. Angestrebt ist, eine Roadmap mit Zielen, Varianten und Meilensteinen für den angehenden Reformprozess zu erarbeiten. Erste Reformmaßnahmen sollten so bald wie möglich umgesetzt werden.
 
Staatsministerin Monika Grütters erklärte: „Es hat sich gezeigt, dass der Stiftungsrat die Notwendigkeit weitreichender Reformen bei der SPK erkennt und die Einschätzung des Wissenschaftsrates zur aktuellen Situation teilt. Wir wollen gemeinsam die Stiftung modern und zukunftsfähig aufstellen. 
Mit der verabredeten Reformkommission zur Bewertung und Umsetzung der Empfehlungen des Wissenschaftsrates haben wir zum einen ein effizientes Steuerungsinstrument, zum anderen wollen wir gewährleisten, dass auch das Knowhow der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SPK in den Prozess einfließt und externe Experten und Berater einbezogen werden können. Deshalb war es mir wichtig, auch die Vertretung einer Einrichtung in der Reformkommission zu haben. Ich hoffe, dass wir dem Stiftungsrat schon bald konkrete Vorschläge zum weiteren Vorgehen unterbreiten können.
Die mutigen und weitreichenden Empfehlungen des Wissenschaftsrates sind für Politik und die Einrichtungen gleichermaßen eine große Herausforderung an Veränderungsbereitschaft und Gestaltungswillen. Sie sind für die Stiftung aber auch eine große Chance. Ich bin froh, dass bei den Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Häuser der SPK eine große Offenheit für den Reformprozess erkennbar ist.“

Hermann Parzinger, Präsident der SPK: „In der gestrigen Stiftungsratssitzung haben wir den Weg für den Reformprozess vorgezeichnet und einen weiteren wichtigen Schritt zur Neuaufstellung der SPK geschafft. Gemeinsam mit Bund und Ländern werden wir jetzt die notwendigen Veränderungen angehen. Die Einrichtungen sollen künftig autonomer und mit größerer Eigenverantwortung agieren können. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass die Vernetzung von Museen, Bibliotheken, Archiven und Forschungsinstituten in einer Zeit digitaler Transformation und globaler Verflechtungen vorangebracht werden muss. Für all das gilt es die geeigneten Strukturen zu entwickeln. Dies kann nur gelingen, wenn wir in diesem Reformprozess eine breite Mitwirkung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SPK ermöglichen.“