Start Panorama Charité erhält 17,5 Mio. Euro für Digitalisierung und medizinische Großgeräte

Charité erhält 17,5 Mio. Euro für Digitalisierung und medizinische Großgeräte

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin erhält vom Land Berlin 17,5 Mio. Euro für Digitalisierungsmaßnahmen und die Beschaffung medizinischer Großgeräte. Für Investitionen in medizinische Großgeräte an den bettenführenden Charité-Standorten sind 10 Mio. Euro vorgesehen. Beschafft werden etwa spezielle Röntgengeräte und OP-Mikroskope, neueste Linearbeschleuniger für die Strahlentherapie sowie moderne, elektromotorisch betriebene Patientenbetten. 7,5 Mio. Euro fließen in den Ausbau der IT-Infrastruktur an allen vier Campi der Charité in Berlin-Mitte, Steglitz, Wedding und Buch. Vorgesehen sind unter anderem Investitionen in die Digitalisierung der Fakultät, Klinik und Verwaltung, in ausfallsichere und energieeffiziente IT-Systeme, moderne Netzwerke etwa zur WLAN-Vollversorgung sowie die Ausstattung mit Geräten für die mobile Visite. Mit ihrer Digitalisierungsstrategie verfolgt die Charité das Ziel, die Behandlungsprozesse künftig
vollständig digital abzubilden. Dadurch soll die Versorgung von Patientinnen und Patienten weiter verbessert und die Beschäftigten in ihrem Arbeitsalltag entlastet werden. Die zusätzlichen Mittel werden aus dem Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt (SIWA VI) zur Verfügung gestellt, das hatte der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses im April 2020 beschlossen.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, erklärt: „Die zusätzlichen Mittel sind ein weiterer Baustein für unser Vorhaben, Berlin zu einem international führenden Standort der medizinischen Forschung und Versorgung zu machen. Mit Investitionen in moderne medizinische Ausstattung und in die digitale Infrastruktur der Charité sichern wir eine zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung für die Menschen in unserer Stadt und entlasten zugleich die Arbeitsprozesse im Klinikalltag. Auch die Vernetzung zwischen dem Forschungslabor und dem Behandlungsraum wird gestärkt, damit Patientinnen und Patienten noch schneller von wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren können. Die Corona-Pandemie zeigt uns gerade überdeutlich, wie wichtig solche Investitionen sind und weiterhin sein werden.“

Der Vorstandsvorsitzende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, ergänzt: „Die Investitionsmittel unterstützen uns, den digitalen Austausch in der Medizin noch weiter voranzubringen. Denn erst durch eine ausgereifte Digitalisierung wird es möglich, große Datenmengen nicht nur zu erfassen, sondern auch weiter zu verarbeiten und daraus folglich neue Erkenntnisse für therapeutische Ansätze ableiten zu können. Der gesamte Ausbau von digitalen Infrastrukturen im Medizinbereich mit all seinen Facetten ist enorm wichtig und hat insbesondere in der Corona-Pandemie starken Rückenwind bekommen – das sollten wir als Chance sehen und auch weiterhin daran festhalten.“