Start Panorama „Inklusion: Wege in Gute Arbeit – eine europäische Konferenz“

„Inklusion: Wege in Gute Arbeit – eine europäische Konferenz“

Bundesweit profitieren erfreulicherweise viele von der allgemein guten Arbeitsmarktlage. Auch mehr Menschen mit Behinderung finden eine Anstellung. Dennoch lag die Arbeitslosenquote von schwerbehinderten Menschen im Jahr 2017 mit 11,7 % noch immer deutlich höher als die allgemeine Erwerbslosenquote von 5,7 %. Im Mittelpunkt der heutigen europäischen Tagung zur Inklusion steht deshalb die Frage, wie es gelingen kann, Menschen mit Behinderungen eine umfassende Teilhabe in der Arbeitswelt zu ermöglichen. Auf Einladung der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, debattieren rund 280 Teilnehmende mit und ohne Behinderung aus Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung mehrerer europäischer Länder darüber.

Die Themen der Konferenz sind breit gefächert. Es geht um die Umsetzung des Budgets für Arbeit, das Menschen mit Behinderungen Wege in den Arbeitsmarkt ebnen soll, sowie um die besondere Problematik junger Menschen mit Behinderungen beim Übergang von der Schule in den Beruf. Breiten Raum nehmen hier auch Fragen des Zusammenwirkens von Unternehmen, Institutionen und Sozialpartnern ein. Im Fokus stehen ebenso Auswirkungen der Digitalisierung auf den Zugang zu beruflicher Bildung und Arbeit. Darüber hinaus werden im Rahmen der Konferenz innovative europäische und nationale Modellprojekte und Ansätze gezeigt. So wird unter anderem am Beispiel von ‚Virtual Reality Brillen‘ im KFZ-Handwerk eindrücklich klar, welche technologischen Möglichkeiten für eine inklusive Arbeitswelt bestehen.

Der Staatssekretär für Arbeit und Soziales Alexander Fischer dazu: „Für mich ist es ein besonderes Anliegen, Menschen mit Behinderungen so zu fördern, dass ihre Potenziale im Fokus stehen. Gerade in Zeiten der Digitalisierung haben wir die Chance, hier deutlich mehr erreichen zu können. Bei allen Bemühungen um mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben muss es uns immer um Gute Arbeit gehen, denn sie ist Kernelement einer inklusiven Arbeitswelt und Gesellschaft.

Es gibt gute Beispiele, wie Inklusion in den Arbeitsmarkt gelingen kann. Diese Ansätze wollen wir bekannter machen, auch um Vorbehalte abzubauen und über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren. Dazu leistet die heutige Konferenz einen wichtigen Beitrag. Gleichzeitig haben wir hier die Chance, einige wesentliche Schwerpunkte zu identifizieren, an denen wir in Berlin weiterarbeiten werden. So muss die Umsetzung des Budgets für Arbeit auf Landesebene verbessert werden. Zudem sind die Vernetzung der Akteure und mehr Transparenz zentrale Aspekte für gelungene Teilhabe am Arbeitsleben. Es gibt hier also noch viel zu tun.“